Mission: Impossible 2 - darauf haben die Fans 4 lange Jahre warten müssen. Gerüchte über den Film kursieren schon seit Monaten, um nicht zu sagen, seit Jahren - aber jetzt ist es endlich soweit, das Warten hat ein Ende, und wir alle können uns im Kino überzeugen, ob sich das Warten gelohnt hat.
John Woo,
Tom Cruise,
Mission: Impossible 
- von dieser Zusammensetzung hat man viel erwartet. Und man bekommt genau das, was man wünscht, was man sehen will: Erstklassige Action des Meisterregiseur’s in einem Film, in dessen Mittelpunkt einer der größten Stars Hollywood’s steht.
Natürlich ist es sehr leicht, diesen Film als Kritiker zu zerreißen - es mangelt sehr an Logik im Drehbuch, der Plot ist auch nicht so spannend, wie andere Werke des
Oscar gekrönten Drehbuchauthor’s
Robert Towne 
(u. a.
Chinatown 
), die verwirrend abgeleitete Geschichte aus altgriechischen Mythen rund um das Monster Chimera, den Bolerathon mit Hilfe von Pegasus töten sollte, die schauspielerische Leistung von
Tom Cruise, usw. Also ist es wirklich nicht besonders schwer, diesen Film als Flop hinzustellen. Doch sollte man sich hier fragen, was man eigentlich von so einem Film erwartet? Die Zuschauer wollen ein
Action Feuerwerk der Sonderklasse, Verfolgungsjagden, die über den Standard hinausgehen, Stunts, die beeindrucken und einen Hauptdarsteller, dessen Primäraufgabe nicht ist, für diesem Film den Academy Award einzuheimsen, sondern einen
coolen Draufgänger darzustellen, der in jeder Minute des Film möglichst gut ausschaut, dessen Haare immer richtig sitzen und dessen weiße Zähne aus seinem braungebrannten Gesicht hervorstechen. Und eben darum ist es wichtig, sich die richtigen Erwartungen zu stellen - denn dann wird man garantiert nicht enttäuscht.
Es gibt aber natürlich auch Seiten des Films, an denen auch ein negativ eingestellter
M:I2 Kritiker nicht ohne Lob vorbeikommt. Als erstes sei hier die ausgezeichnete Kameraführung erwähnt.
Jeffrey L. Kimball 
, der erst nach einem Streit zwischen
Woo und dem eigentlich vorgesehenen, australischen Kameramann
Andrew Lesnie, auf das M:I2 Set kam, leistet hier ausgezeichnete Arbeit, setzt die hervorragend choreographierten Action Sequenzen gekonnt ins Bild und sorgt damit für beste Ästhetik auf der Leinwand.
Nicht minder großartig ist der
Soundtrack des Films.
Limp Bizkit zeigt, daß nicht nur
Bono Vox und
The Edge von
U2 in der Lage sind, aus
Lalo Schifrins 
legendärem
Mission: Impossible Theme eine moderne Filmversion zu machen. Aber nicht nur "Now I Know Why You Wanna Hate Me" begeistert, auch die anderen musikalischen Untermalungen, welche stets passend, explosiv, und vor allem rhythmisch sind, fallen angenehm auf.
Was aber dem ganzen Film die besondere Note verleiht, sind natürlich die
Action Sequenzen. Alles bis ins kleinste Detail geplant, hervorragend choreographiert, beeindruckend in Szene gesetzt und von der Kamera festgehalten. Die perfekten Stunts beeindrucken wohl jeden Action Fan und man fragt sich, wieso ein Superstar wie
Tom Cruise, sich solchen Gefahren aussetzt - hat er doch nach Angaben von den Produzenten und
John Woo 95% seiner Stunts selber gemacht. Aber so sind alle zufrieden,
Cruise hat sich seine tägliche Portion Adrenalin geholt bei den Dreharbeiten, und die Zuschauer erfreuen sich, Tom beim Free Climbing von Felsen zu Felsen hüpfen zu sehen, oder ihn beim Sprung aus einem Hochhaus zu beobachten.
Conclusio: Woo, Cruise und M:I bringen genau das, was man von ihnen auch erwarten sollte. Und das bedeutet 2 unterhaltsame Stunden im Kino.
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