Ende der 70er Jahre kamen viele Musicals auf die große Leinwand, um in den Kinos dieser Welt riesige Erfolge zu feiern. Lösten die
Bee Gees und
John Travolta 1977 mit
Saturday Night Fever das weltweite
Disco-Fieber aus, so sorgten sie ein Jahr später mit Grease für ein
50ies Revival. Die Teenager und die Junggebliebenen standen in Schlangen vor den Kinos, um das
Traumpaar Olivia Newton John und John Travolta tanzen zu sehen, singen zu hören - in der heilen Welt der Fünfziger.
Regisseur
Randal Kleiser 
zeigt beeindruckend vor, wie man ein Bühnenmusical perfekt für die Leinwand adaptiert. Tanz, Gesang und Prosa wechseln sich im ausgewogenem Maß ab, den Zuschauern kann es praktisch gar nicht langweilig werden. Newton John und Travolta - wie natürlich all die anderen Darsteller auch - sangen ihre Parts selber. Etliche Lieder aus Grease landeten an der Spitze der Charts,
Hits wie
"You´re The One That I Want" "Summer Lovin´" oder "Greased Lightning" wurden zu
Evergreens. Die australischen
Gibb Brothers wurden auch engagiert, sie steuerten den
Titelsong "Grease" bei, mit dem sie an ihre Hits aus
"Saturday Night Fever" anschließen konnten.
Grease wurde das erfolgreichste Filmmusical aller Zeiten, John Travolta und die Sängerin Olivia Newton John, die als Sandy ihr Leinwanddebüt feierte, wurden zum Traumpaar einer ganzen Generation und die
Bee Gees wurden zu lebenden Legenden, die auch noch 20 Jahre nach der Blüte ihrer Karriere Stadien füllen mit ihren Hits aus den 70ern. 1998 - zum 20jährigen Jubiläum - kam eine digital überarbeitete Version von Grease in die Kinos - jedoch ohne bemerkenswerten Erfolg, im Gegensatz zu der auch neu überarbeiteten Star Wars - Episode 4-6 Reihe, welche ebenfalls 1998 den Weg zurück auf die große Leinwand fand.
Leider Gottes konnte man auf
Grease 2 nicht verzichten. Diese einfallslose Produktion aus dem Jahr 1982 floppte aber noch stärker, als "Stayin´ Alive", der Nachfolger von "Saturday Night Fever", welcher ein Jahr später, 1983, kam. Zum Glück hatten weder Travolta noch Newton John an diesem Werk mitgewirkt - dafür aber die damals noch unbekannte
Michelle Pfeiffer 
- nur Didi Conn als Frenchy und Eva Arden als Direktorin waren aus dem ersten Teil wieder mit dabei. Hatte bei Stayin´ Alive zumindest die geniale Musik von Barry, Robin und Maurice Gibb für Aufsehen gesorgt, blieb dieser Teilerfolg dem Grease-Sequel versagt - kein Wunder, hier wollten auch die Bee Gees nicht mitarbeiten.
Nach Grease wurde es langsam, aber sicher still um Olivia Newton John, ihre Karriere musste sie auch abrupt aufgrund einer Krebserkrankung unterbrechen. John Travolta musste nach seiner Musicalkarriere eine sehr, sehr lange Durststrecke durchmachen, Ende der 80er tauchte er in Hör´ mal wer da spricht auf, doch musste er bis 1994 warten, bis er in
Quentin Tarantinos 
geniales Meisterwerk
Pulp Fiction 
, den coolen, twistenden Gangster Vincent Vega spielen durfte, womit sein Stern explosionsartig wieder in die Höhe schoß.
Grease wurde mit Recht zum erfolgreichsten Filmmusical aller Zeiten -
einfach zum immer wieder anschauen.