Mit "The X-Files" hat Chris Carter  - seines Zeichens Erfinder der zwei FBI-Agenten auf Abwegen - 1993 eine kleine Sensation geschaffen. Im Dreiviertelstunden-Format flimmerten Woche für Woche unheimliche Geschichten von Aliens und Poltergeistern über die amerikanischen Fernsehschirme - und das in einer fürs Fernsehen bis dahin nicht gekannten Qualität. Die abwechslungsreichen Geschichten, die perfekte Chemie zwischen den Hauptdarstellern (zumindest auf der Mattscheibe) und die für eine TV-Produktion erstaunlich guten Special Effects ließen zum Teil schon fast echtes Kinofeeling aufkommen.
Die erste Staffel führte langsam die Hauptcharaktere (die zwei Protagonisten, die "Lone Gun Men", "Direktor Skinner", den "Cigarette Smoking Man" usw.) und den "mythologischen" Background ein. Folge für Folge wird der "Production-Value" der Episoden besser, die Stories sind zwar nicht immer originell, aber doch - mit wenigen Ausnahmen - spannend umgesetzt. Einen kurzen Episoden-Guide der ersten Staffel finden Sie hier
Am Höhepunkt der X-Files-Mania kam ein durchaus guter aber letztendlich ein wenig enttäuschender abendfüllender Spielfilm  in die Kinos. Mit dem teilweisen Abgang von David Duchovny  , der ab Season 8 nur mehr sporadisch als Special Agent Fox-Mulder zur Verfügung stand, begann das Ende X-Files - obwohl sich mit Ex-Terminator Robert Patrick  ein durchaus kompetenter Nachfolger um die Gunst der Zuseher bemühte. Nach 9 Jahren war dann endgültig Schluß mit den X-Akten.
9 Jahre erfolgreiche TV-Geschichte sind damit zu Ende gegangen und haben Platz gemacht für die zahlreichen hervorragenden TV-Serien, die - nicht zuletzt ermutigt durch den Erfolg der X-Files - mit innovativen Konzepten und für TV Serien bis dato unvergleichbaren qualitiativen Ansprüchen den Fernsehabend und das Format TV-Serie interessanter denn je machen. |