Leben und Kunst und ihre Überschneidungen: Eine Konstante im Schaffen Mizoguchis. Hier entdeckt Hogetsu, ein Regisseur, der sich dem Brechen mit der Kabuki-Tradition und der Etablierung des modernen Theaters verschrieben hat, ein Naturtalent für seine umstrittene Aufführung von Ibsens Puppenhaus: Sumako, ebenfalls gerade von den Männern erniedrigt. Die beiden triumphieren, verlieben sich, heiraten und arbeiten weiter an ihrem Projekt bis zum Tode Hogetsus. Sumako, am Gipfel, allein, folgt ihm unsichtbar, nachdem sie zuvor einen überragenden Tod als Carmen auf der Bühne gestorben ist. Eine endlose Spiegelgalerie: Das Theater und das Leben kommentieren, widersprechen, bereichern sich, kollidieren in Inszenierungsform und Stil. Eine der genialsten Aussparungen Mizoguchis: Das Publikum, applaudierend in heller Begeisterung, übergehend in ein Bild des leeren Saals am nächsten Morgen. Das Wichtigste ist immer auch das, was man nicht sieht. |