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Terminator
Original-Titel: The Terminator
Land/Jahr: USA / 1984
Genre: Science Fiction, Action
Mit: Arnold Schwarzenegger .... The Terminator (T-800)
Linda Hamilton .... Sarah Connor
Bill Paxton .... Punk Leader
Michael Biehn .... Kyle Reese
Regie: James Cameron
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    Ein Cyborg kommt aus der Zukunft in unsere Gegenwart. Er hat den Auftrag, die Mutter seines größten Feindes zu töten.

    Eine Kritik von Ingo Brune, 21.09.2000
 
Inhalt
 
 
Zwei Zeitreisende kommen im L. A. des Jahres 1984 ohne Kleider an verschiedenen Stellen der Stadt an. Der offensichtlich gefährlichere von beiden tötet sofort ohne zu Zögern, um seine Ziele zu erreichen. Beide beschaffen sich Kleidung, Waffen und schließlich ein Fahrzeug. Eine junge Serviererin (Linda Hamilton ) geht zur Arbeit. Auf ihrer Stempelkarte sehen wir den Namen: Sarah Connor ! Schnell wird klar, dass die aus der Zukunft angereisten Männer nach dieser Frau suchen. Durch die Einträge im öffentlichen Telephonbuch können die beiden ihre Adresse ausfindig machen. Der muskulöse Namenlose hat inzwischen einen Waffenhändler getötet und sich mit einem ganzen Arsenal von Schusswaffen ausgerüstet. Nachdem er zwei Sarah Connor getötet hat sowie die Wohnungsgenossin der von ihm gesuchten Frau, findet er sie in einem Musikschuppen auf dem Pico-Boulevard. Im letzten Moment wird er jedoch von dem anderen Mann mit Schüssen aus einer Pumpgun gestoppt. Sergeant Reese (Michael Biehn ) klärt die entsetzte Sarah auf. Er wurde von ihrem Sohn in die Vergangenheit geschickt, um sie vor dem Terminator (Arnold Schwarzenegger ), einem cybernetischen Organismus zu schützen. Der Cyborg wird nicht eher ruhen, bis er entweder seinen Auftrag erledigt hat oder zerstört wird. Nach einer wilden Verfolgungsjagd mit mörderischer Schiesserei werden die Flüchtigen von der Polizei verhaftet. Der Wagen mit dem Terminator war mit voller Geschwindigkeit frontal gegen eine Betonwand gefahren. Doch der Killer ist verschwunden. Auf dem Polizeirevier versucht man Sarah davon zu überzeugen, dass ihr Begleiter verrückt ist und sie in Sicherheit sei. Doch der Terminator, der sich in einer Absteige selbständig repariert hat, überfällt das Polizeirevier und metzelt die anwesenden Polizisten einfach nieder. Wieder ist es Reese, dem es in letzter Sekunde gelingt, mit Sarah die Flucht zu ergreifen. Er erzählt ihr von der Zukunft und gesteht ihr seine Liebe. In einem Motel basteln die beiden aus Haushaltswaren Sprengstoff und erleben eine glückliche Liebesnacht. Doch Sarah hat einen Fehler gemacht, als Reese einkaufen war. Sie hat dem Terminator, der ihre Mutter in ihrem Versteck in einer Blockhütte getötet hat und jetzt perfekt die Stimme nachahmt, die Telephonnummer des Motels verraten. Damit hat die Maschine natürlich auch die Adresse. Während Reese und Sarah miteinander schlafen, rast der Cyborg auf einem Motorrad durch die Nacht seinem Ziel entgegen. Aber ein Hund warnt mit seinem Gebell Reese, der sofort begreift, wer da kommt. Ein weiteres Mal können die beiden in buchstäblich letzter Sekunde entkommen, doch der Verfolger bleibt ihnen auf der Spur. In einer Fabrik voller Industrieroboter kommt es zum letzten Kampf, bei dem Reese, der Vater des ungeborenen Sohns von Sarah Connor, den Tod findet, weil er sich opfert, um die Zukunft zu retten.
 
Kritik
 
 
In der Vergangenheit gab es speziell im Genre des Science Fiction-Films viele schlechte Filme, und wer Science Fiction im allgemeinen mochte griff in der Regel zum Buch. Zwar gab es auch immer wieder in der Vergangenheit sehr gute Filme auf diesem Gebiet z. B. die grandiosen "Der Tag, an dem die Erde stillstand" oder "Das Ding aus einer anderen Welt" aber viel zu oft wurde SF mit billigen Tricks und schlechten Stories gleichgesetzt, jedenfalls bei der Masse der Kinogänger.
Das wurde anders, zur Freude nicht nur der Fans des Genres, mit Werken wie "2001 - Odysee im Weltraum" , "Silent Running", "Blade Runner ", "Alien"  und eben Terminator 1 . Speziell die fünf letztgenannten schafften auf überzeugende Art und Weise die visuelle Umsetzung einer möglichen Zukunft, ohne im Ergebnis unfreiwillig komisch zu wirken. Was viele hartgesottene Fans in der Vergangenheit im Zuge der Begeisterung für SF noch hinnahmen, wirkte auf den durchschnittlichen Zuschauer leider nur zu oft schlicht lächerlich. Doch der Film von James Cameron bietet allen Cineasten intelligente Science Fiction mit Anspruch. Nicht zuletzt durch eine sehr melancholisch nachwirkende Lovestory, die wirklich zur Handlung gehört. In anderen Fällen wird ja nur zu gerne dem Handlungsstrang eine Liebesgeschichte angekleistert, die eigentlich überflüssig wäre, um dem vermeintlichen Publikumsgeschmack zu huldigen.
Cameron  erzählt eine packende Story in der Tradition der besseren Science Fiction-Literatur. Er schafft es hier wie auch im Nachfolger, die Tücken des Zeitreisethemas zu umschiffen und den wohl bösartigsten Maschinenmenschen der damaligen Filmgeschichte zu präsentieren. Wer zudem weiß dass es Wissenschaftler gibt, die allen Ernstes von der kommenden Herrschaft der Maschinen träumen und sie willig begrüßen würden, kann vielleicht die Extraportion Schauder nachvollziehen, den so mancher Hardcore-SF-Fan erlebte, als er diesen Film zum ersten Mal sah. Wie in den Romanen eines Philip K. Dick  ist auch hier die Hauptfigur eine eher unscheinbare Person, die unvermittelt in den Strudel gewaltiger Ereignisse gerät. Hier ist es eine schlichte Serviererin, die letztendlich für die Rettung der gesamten Menschheit verantwortlich ist. Dem Zuschauer wird damit eine Identifizierungsmöglichkeit par excellance geboten. Auch die hinter allem stehende Grundidee von der Möglichkeit eines Atomkriegs aus Versehen dürfte dem einen oder anderen schon vertraut sein. Zusammen mit dem mörderischen Cyborg ergibt das eine neue Dimension des Terrors. Schon im ersten Teil der Terminator-Saga deutet sich darüber hinaus an, was Cameron im sehr guten Nachfolger noch weiter ausbauen sollte. Reese kommt laut eigener Aussage aus einer möglichen Zukunft. Es gibt also eine reelle Chance, das Verhängnis abzuwenden. Kein Schicksal ist unabänderlich. Der narrative Stil, die Special Effekts und die erstklassige Musik machen Terminator auch heute, im Jahr 2000 zu einem echten Erlebnis. Stan Winston hat wieder einmal gezeigt, wozu er fähig ist. Wenn auch inzwischen die Tricktechnik mehr Möglichkeiten bietet als damals, so ist der Film noch lange nicht veraltet.
 
Fazit: Ein absolutes Meisterwerk des Science Fiction Films, nicht nur für Liebhaber des Genres zu empfehlen.


Terminator
I´ll be back..

Wertung:
Redaktion: Redaktionswertung: 8/7
Leser: Durchschnittsleserwertung: 6.5304347826087

Schnellwertung:


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