Der Lebenslauf von Eiko Kageyama, einer Vorkämpferin fürs Frauenrecht in Japan. Aus aristokratischer Familie verläßt sie angesichts des Sklavenhandels mit Frauen das Zuhause, um in Tokio einen Mann der liberalen Partei zu heiraten. Der erweist sich als Spitzel der Regierung und als verlogen in Ehe und Politik. Kageyamas Weg führt sie in den Kampf gegen das Feudalregime, ins Frauenstraflager und schließlich weg von ihrem Mann in eine ungewisse Zukunft. Unter den oft zerfahrenen, wenn auch stets interessanten Arbeiten kurz nach dem zweiten Weltkrieg ist der oft als "Trilogie der Wilden Frauen" bezeichnete Zyklus die Herberge von Mizoguchis geschlossensten, persönlichsten Filmen. Meine Liebe brennt krönt nach dem ratlosen The Victory Of Women und dem erhabenen Die Liebe der Schauspielerin Sumako diese Phase und macht den Blick frei für Mizoguchis Meisterwerke der 50er. Die ungebärdige Wildheit, die in seiner Nachkriegsarbeit oft mit unerwarteter Vehemenz hervorbrach, ist wieder eingebettet in die subtile Bildsprache des Regisseurs, in der ein Schwenk, der einen uneinsehbaren Raum verbirgt, vom Ende eines Lebensabschnitts kündigen kann. Der Film endet mit einer der bewegendsten Szenen im Schaffen dieses großen Frauenregissseurs: In eine tragische, desillusinierte Idylle bricht eine Solidaritätsgeste der Frauen in einem lyrisch-realistisch unheimlichen Zugabteil zweiter Klasse. |