Steven Seagal  hat das Charisma einer Bandnudel, aber sein Schlag ist al dente: das dürfte der Grund sein, warum er es als Ex-Kampfsportler in die Riege der großteils vergessenswerten Schwarzenegger  - Stallone  -B-Imitatoren geschafft hat. Leider bleibt sein erfreulicher Abtritt in Executive Decision  nicht die letzte Eintragung in seine Filmographie: Mit Exit Wounds - Die Copjäger baut Andrzej Bartkowiak  ein Selbstjustizvehikel, das die interessante ideologische Verwirrung seines Debüts Romeo must die  als pure Unfähigkeit entlarvt: Den schwarzen Darstellern hier ( DMX  , Anthony Anderson, selbst der Gastauftritt des großen Bill Duke ist unnütz) bleibt nur das Klischee, die Handlung schlägt dafür alle Misstöne an, die man sich so vorstellen kann: Von faschistischer Selbstjustizverherrlichung bis zur Frauenfeindlichkeit werden alle Register gezogen. "Ein Leben für die Gewalt": Wenn Seagals Vorgesetzte als love interest aufgebaut wird, darf sie nach dem schönen Wortwechsel "Ich dachte Frauen sind schlechte Autofahrer" - "Das stimmt auch" prompt am Lenkrad zerquetscht werden - macht aber nichts, die Verfolgungsjagd geht mit einem flotten Scherz weiter. Dialoge wie "Sagst du mir worum´s geht" - "Vielleicht um nichts, aber wenn ich recht habe, geht´s um viel und dann steht die Scheiße bis zur Decke" würden für mehr Erheiterung sorgen als die erbärmlichen Comedy-Einlagen von Seagal selbst, wenn der Tonfall des Ganzen nicht so menschenverachtend wäre, dass einem das Lachen vergeht: In gar nicht übel inszenierten Actionszenen können sich die Macher an möglichst brutalen Formen des Aufspießens, Kopfabreißens usw. gar nicht satt sehen: Die wirkliche Austrittswunde von Exit Wounds ist die Schädeldecke: sofortige Gehirnzerstörung. |