"Ich bin das Team." Wenn Jean Reno  , wortkarger Profi ankommt, um den von Maden übersäten Körper zu inspizieren, weiß man: hier wird Männlichkeit groß geschrieben. Insofern ist der Krimiplot über undurchsichtige Machenschaften an einer abgelegnen Elite-Uni in Frankreich auch recht zweitrangig gegenüber den mehr in Virilität als in Ironie erfolgreichen Versuchen, den Chefinspektor gegen seinen örtlichen Kompagnon Vincent Cassel einen schmähstaden Wettstreit in wortloser Coolness austragen zu lassen. Das funktioniert (abgesehen von einer armseligen Martial-Arts-Szene) recht gut, ebenso wie Kassovitz´ atmosphärisch geschickte Verbindung von Thrill, Horror und Genrekonvention. Nur: das Nachäffen von amerikanischen Filmen hat sich - abgesehen vom famosen Hass - für den Regisseur leider noch nie ausgezahlt. Mit einem recht banalen Special-Effects-Showdown holt ihn auch hier die Substanzlosigkeit wieder ein: Gleichzeitig wird nämlich klar, wie saublöd eigentlich die Geschichte ist, mit der man vorher gute 90 Minuten recht unterhaltsam bei der Stange gehalten wurde. |