Nach Motiven aus Sacher-Masochs Venus im Pelz inszeniert das holländische Duo Maartje Seyferth und Victor Nieuwenhuijs in gelackten Bildern die Geschichte einer sexuellen Unterwerfung. Was heißt: Kaum Handlung oder Dialoge, dafür wird der Hauptdarsteller ständig von Flashbacks von Brüsten geplagt werden, dazu ein bisschen Klassik und betont kunstvolle Ausleuchtung und Komposition, die einem das lethargische Kunsthandwerk ständig besonders aufdringlich um die Ohren haut. Ein Film wie aus den 60ern: "Gewagte" (gähn) Erotik und "provokatives" (schnarch) Thema als Entschuldigung für ein wenig Dilettieren in den tiefsten Tiefen der Prätention. 71 Minuten wie drei Lebensalter und am Schluss tatsächlich ein Schock: Was wie eine tragische Verwirrung von anno dazumal wirkt, stammt aus dem Jahre 1994 (kreisch). |