Wie bringt man Lebensfreude und Vitalität aufs Zelluloid? Dieser nicht-wirklich-dokumentarische Film bringt es eigenartigerweise zusammen. Im Berlin der Zwischenkriegszeit, in der Stadt und am Wannsee, eingetaucht ins Sonnenlicht, spielt diese völlig unspektakuläre Geschichte, besetzt mit Laien, und dennoch vermag sie einen zu verzaubern in ihrer Sorglosigkeit und Menschlichkeit. Wie eine Erinnerung an einen unbeschwerten Sommerbadeurlaub scheint die schwarzweiße Sonne in der hervorragenden Photographie von Herrn Schüfftan (übrigens der einzige damals im Filmbusiness etablierte des Teams) direkt in die Herzen der Zuseher hinein. Und obwohl die Menschen, die man so dokumentiert sieht, alt oder lange tot sind, eingedenk der Tatsache, dass all diese alltägliche Herrlichkeit ein wenig später Krieg und Zerstörung weichen sollte, empfindet man die Figuren so unmittelbar, dass kein Unterschied zu den kleinen Leiden und Sehnsüchten der heutigen Menschheit feststellbar ist.
Diesen bewusst gesetzten Gegenpunkt zum damals bestehenden Starkult und Überkino (deutlich merkbar, als zwei Protagonisten Postkarten damaliger Stars genüsslich vernichten) sollten nicht nur filmhistorisch Interessierte nicht versäumen.
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