"Das hätte das Ende der Geschichte sein sollen", sagt der schottische Bestattungsunternehmer Richard ( David Tennant), bevor er sich doch entschließt, der hübschen Barbara ( Vinessa Shaw) aus seiner öden Kleinstadt in die Metropole L.A. zu folgen. Prophetische Worte: im weiteren betet Regisseur Mika Kaurismäki stapelweise die ranzigen Klischees des Independent-Films herunter. Schrullige Nebenfiguren (schlau wortkarg: Julie Delpy, ein dauerkiffender Vincent Gallo wäre vielleicht im Original annehmbar gewesen, wird aber von der deutschen Sub-Porno-Synchronisation der Peinlichkeit von tonlosem "Ey..."-Gestammel unterworfen), ein selbstmitleidiger, introvertierter Jungmann auf der "abenteuerlichen" Reise zum Liebesglück (samt zähen Eifersüchteleien und ähnlich kathartischem Kram) und natürlich eimerweise Kinoreferenzen, die von einem guten Filmgeschmack zeugen, der auf der Leinwand vor lauter Selbstgefälligkeit nie sichtbar wird. Der frühe Gastauftritt von Regie-Altmeister Monte Hellman bleibt einsamer Höhepunkt des Films, ansonsten werden z.B. Johnny Depp (Doppelrolle als Motiv auf dem Dead Man-Plakat und als er selbst.), Anouk Aimee, Robert Davi oder die Leningrad Cowboys nur vorgeführt, um das zu tun, was sie immer tun - und mit dieser halbwitzigen Wiederkennungsironie von den haltlosen Schwächen von L.A. Without a Map abzulenken. Denn obwohl hier nebenbei auch noch so getan wird, als wollte man sich - wenig witzig und äußerst unscharf zwar, aber immerhin - auch noch über die Geschäftsmethoden Hollywoods lustig machen, betet man im Film eigentlich nur die dortigen Handlungsnotwendigkeiten auf Billigniveau herunter. Wird es zum Happy-End auf dem Schotten-Friedhof kommen? Das sei hier nicht verraten. |