Eigentlich gar nicht oft genug gönnen kann man sich die Apotheose des Hollywoodkinos: Ein hyperkünstliches Melodram, das die absolute Perfektion der Traumfabrik erreicht. Starbesetzt bis in die kleinste, ausgefeilte Nebenrolle, eine wundersam überfüllte Studiowelt, vom Routinier Curtiz  vollgepfropft mit kleinen Gesten, Zeichen, Bewegungen und obendrein Musiktropen von Max Steiner  , die eine Art unwirklichen Himmel schaffen. Eigentlich ist Casablanca Hollywoods pathetische Vorstellung von einer "politisch" richtigen Liebe, die in der Kunstwelt zusammengezimmert wird, zugleich ist es aber auch die perfekte Ausformung dieses zwiespältigen Traums. Träne im Knopfloch empfohlen, nicht nur für Bogart  -Fetischisten. |