„Eh lieb“ ist so ziemlich das Schlimmste, was man über jemanden sagen kann.
„Naja, sie ist eh lieb“ – das impliziert unter Umständen folgendes: Sie hat vorstehende Zähne, ist ungepflegt, grenzenlos dumm, ungeschickt und unsympathisch, und sie ist sogar zu naiv, um wirklich boshaft zu sein. Aber sonst ist sie eh lieb.
Ähnlich ist es mit diesem Film – eh lieb. Meg Ryan hat als burschikos-niedliches Hascherl ausgedient. Sie hat mittlerweile ein Gesicht, das im ernsteren Fach besser aufgehoben wäre.
James Mangold hat sich mit dieser Klamaukromanze, scheints, etwas vertan - nach Filmen wie
Copland, der
Sylvester Stallone 
zum Schauspieler machen sollte, und
"Durchgeknallt
", in dem sich
Angelina Jolie 
einen Oscar erspielte, hat er hier zugegebenermaßen kommerziellen Erfolg, aber womit?
Das gesamte Drehbuch ist eine eher alberne Ansammlung von oft gesehenen Versatzstücken - jedes Missgeschick, das Leopold im modernen New York zustößt, ist vorprogrammiert. Ebenso wenig erstaunt Kates Reaktion auf seine
gepflegten Umgangsformen (auch nicht gar so sehr anders als die eines heutigen durchschnittlichen Mitteleuropäers, der sich zusammenreißt) – der Mann isst mit Messer UND Gabel? Jaistdasdenndiemöglichkeit...
Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, endet hier aber mit dem Fazit: Nett. Nicht anstrengend. Stellenweise tödlich langweilig. Lichtblick:
Breckin Meyer 
als Kates charmant-hanswurstiger Bruder (musste sie denn Leopold
nehmen? Konnte das nicht familienintern geregelt werden?).
Einer dieser Filme, die für das Knutschen in der letzten Reihe prädestiniert
sind – man wird den Faden kaum verlieren können.