Ein Haufen von schrägen, kettenrauchenden Typen, die sich vorzugsweise in schrille Klamotten kleiden (die sie bis zum Ende des Films nicht wechseln) und mit Ängsten und Neurosen behaftet sind:
Ben Stiller 
als angstneurotischer Chas,
Gwyneth Paltrow 
als zynisch-depressive Margot und
Luke Wilson 
(
"Natürlich Blond
") als Richie, der Einzelgänger, der seine (Adoptiv-)Schwester liebt – die drei machen das Irrenhaus rund um den grandiosen Gene Hackman als deren chaotischen Macho-Vater und Angelica Houston als liebenswerte, aber mit den Eskapaden ihrer Kinder leicht überforderte Mutter, perfekt.
Regisseur
Wes Anderson 
gelingt es, eine skurrile, bis ins Detail abgestimmte Atmosphäre zu erzeugen - von einem ins Unkenntliche stilisierten New York bis zu den überspannten Protagonisten - rutscht aber gegen Ende des Films in eine platte „Ende gut, alles gut“ - Attitüde ab. Was jammerschade ist, da sein und
Owen Wilson 
’s Ideenschatz wirklich unerschöpflich zu sein scheint.
Owen Wilson 
(der kongenial-dümmliche Partner/Konkurrent von
Ben Stiller 
in
"Zoolander
") hat das Drehbuch mitverfasst und spielt gleichzeitig den langjährigen Freund der Familie Tenenbaum – eine Figur, die in seiner Schrägheit mit den übrigen Protagonisten durchaus mithalten kann.
Regisseur Anderson und die Wilson-Brüder Owen und Luke scheinen ein gutes Team abzugeben: sie arbeiteten schon bei Andersons ersten beiden Filmen
"Rushmore
" und
Bottle Rocket zusammen.
Ein kleiner Wermutstropfen: manchmal bekommt man in diesem Film den Eindruck, dass das anfangs geniale Drehbuch seinen zahlreichen außergewöhnlichen Charakteren nicht ganz gewachsen ist – was durch die Starbesetzung und deren durchwegs überzeugenden schauspielerischen Leistungen noch verstärkt wird.
Alles in allem ist
"The Royal Tenenbaums
" trotzdem ein herausragender und unterhaltsamer Film, der sich angenehm vom Einheitsbrei made in Hollywood abhebt.
P.S. Es zahlt sich übrigens aus, den Film in der Originalversion anzusehen - nicht zuletzt wegen Alec Baldwin, der als Erzähler fungiert und mit seiner sonoren Bassstimme dem Film den letzten Schliff gibt.