Das „Original“, wie es immer so schön heißt, wenn aus Hollywood eine Monsterproduktion ins Haus steht:
In
ruhigen, hypnotischen Bildern, fast ohne jegliche Effekte, hinterfragt
Tarkovsky 
das Streben nach Erkenntnis. Dabei bedient er sich weder superlativer Bildgewalt, noch besonderer Beleuchtungs- oder Soundtechnik.
Die russische Antwort auf 2001?, wie man es oft hört. Nein, das ganz sicher nicht! Aber trotzdem genauso denkwürdig und strittig. Der russische Regisseur
Andrei Tarkovski schaffte mit der Adaptation des Romans von Stanislaw Lem ein sehr bewusstes und bedächtiges Filmjuwel. Man unterstellte den damals sowjetischen Filmemachern eine unzufriedene Haltung zu Kubricks
"2001 - Odysee im Weltraum
". Hier sollte die Grundidee des Weltraum-Epos, verbunden mit religiösen Grenzerfahrungen und dem Kontakt zu einer höheren Stufe der Intelligenz, auf eine viel menschlichere Art und Weise transportiert werden. Der Verzicht auf Special-Effects ist der Stimmung daher durchaus zuträglich. Ganz klar sollte hier keine kommunistische Version eines Sci-Fi-Klassikers gemacht werden, sondern eben ein
„Original“.
Ein Fazit oder eine Lehre aus dem Film muss jeder für sich selbst ziehen. Da man nach einmaligem Sehen die ganze Tragweite des Themas weder verstanden geschweige denn verarbeitet haben wird, bleibt hier auf jeden Fall Raum für individuelle Interpretationen. Keine vorgeschriebene Moral oder Brechstangenlehre, wie es dem Kino des ehemaligen Sowjetreichs so oft nachgesagt wurde, trübt hier Aussicht auf einen
Filmgenuss der (wirklich)
besonderen Art. Tarkovski manipuliert den Zuschauer nicht, er eröffnet einfach mehrere Möglichkeiten des Erlebens.
Am 4.4. wäre Regisseur Tarkovsky 70 geworden. Kollege
Steven Soderbergh 
kommt im Frühjahr 2003 mit einem Remake in die Kinos. Bleibt zu hoffen, dass er etwas vom Flair des puristischen Originals herüberretten kann.
Fazit: Ein echter Klassiker, leider kaum in die Finger zu bekommen.