… Sie lassen sich nicht von den Filmen berieseln, sondern kommentieren sie scharfzüngig. In „MST 3000“ wird man ohne Rücksicht auf Verluste mit dem Knaller Metaluna IV antwortet nicht konfrontiert, welcher auch „bekannt“ ist als This Island Earth. Die Crew kommentiert diesen wahren Knüller der Science-Fiction-Kunst mit einer Art von Sarkasmus und Zynismus, wie er besser nicht sein kann.
Dieses in den USA als TV-Serie produzierte Format ging in Europa bisher komplett unter, was wohl hauptsächlich daran liegen könnte, dass die Situationskomik sich nicht ohne weiteres übersetzen lässt. Deshalb ist auch die einzige deutsche Auskopplung unabhängig vom amerikanischen Original zu sehen. Da hier keine Lippensynchronität vonnöten ist, (man sieht die Sprecher nur aus Silhouette von hinten) sind sämtliche Sprüche für den deutschsprachigen Raum angepasst.
Etwas zum Inhalt des gezeigten Films:
Dr. Meacham ist ein Atomwissenschaftler der in seinem Labor plötzlich merkwürdige Bauteile geliefert bekommen hat - und eine Anleitung, um diese zusammenzusetzen. Mit seinem Assistenten tut er dies; es kommt ein Kommunikationsgerät heraus, ein Interozitor. Auf dem dreieckigen Bildschirm erscheint Exeter, der Meacham bittet, bei einem Projekt zu helfen. Mit einem ferngesteuerten Flugzeug lässt er sich abholen und erfährt, dass die Wissenschafts-Elite von Exeter zusammengetragen wurde, um für den Frieden auf der Welt zu kämpfen. Meacham findet das gut und will mitmachen, doch schon bald muss er herausfinden, dass Exeter ein Außerirdischer ist. Er und weitere Wissenschaftler werden entführt und zum Planeten Metaluna 4 geflogen. Die Bewohner werden schon seit langer Zeit angegriffen und der Planet steht kurz vor der totalen Zerstörung. Die Außerirdischen wollen mit Hilfe der Wissenschaftler diese schlimme Katastrophe verhindern.
Was nach „aufregender Story“ klingt, entpupt sich als derart hanebüchen, dass der Film allein schon enormes Belustigungspotenzial hat. Was jedoch die Kommentare von Oliver Kalkofe („Kalkofes Mattscheibe“) und Oliver Welke („Ran“, „7 Tage - 7 Köpfe“) aus diesem Streifen machen, spottet jeder Beschreibung. Dabei unterscheidet sich der Spaß zu dem der „Mattscheibe“ nur insofern, als Kalkofe selbst nicht zu sehen ist und seine Kommentare kürzer gehalten sind. Aber am besten sollte es jeder einmal selbst erleben.
Fazit: 3-5 Leute, eine Kiste Bier und auf geht’s zur Lachkrampfgarantie |