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Top Gun
Original-Titel: Top Gun
Land/Jahr: USA / 1986
Genre: Action
Mit: Tom Cruise .... Lieutenant Pete "Maverick" Mitchell
Kelly Mc Gillis
Val Kilmer .... Lieutenant Tom "Iceman" Kazanski
Anthony Edwards .... Lieutenant Nick "Goose" Bradshaw
Regie: Tony Scott
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    Tom Cruise geht in die Luft. Die Army dankte und die Kassen füllten sich: einer der größten Hits der 80er Jahre.

    Eine Kritik von Balazs Barnucz, 13.07.2000
 
Inhalt
 
 
Lt. Pete "Maverick" Mitchell (Tom Cruise) und Goose (Anthony Edwards ) sind zwei coole, draufgängerische und absolut machoistische, junge Piloten der US Navy. Sie werden ausgewählt, auf der US Navy Fighter Weapons Schooll - eine Eliteakademie für Kampfflieger - studieren zu dürfen, wo sie im harten Training ihre Fähigkeiten auf die Perfektion trimmen sollen.
In der Schule treffen die Besten der Besten aufeinander und bald entfacht sich ein Konkurrenzkampf zwischen Maverick und Iceman (Val Kilmer ) um den Titel des besten Piloten, des Top Guns. Während der Ausbildung lernt Maverick auch die junge Astrophysikerin und Navy Ausbilderin Charlie (Kelly McGillis) kennen und verliebt sich bald in sie. Doch sie läßt sich nicht so leicht verführen.
Maverick werden viele Steine in den Weg gelegt, manche Kollegen halten den jungen Piloten für zu gefährlich und nicht vertrauenswürdig. Nach einem Unfall während einer Kampfhandlung in der Luft, kommt Maverick’s Partner Goose ums Leben, was den Draufgänger zum Waschlappen macht. Voller Selbstzweifel erfüllt, ist der ehemalige Macho Pilot kaum wiederzuerkennen, als die besten Navy Flieger zum Einsatz gerufen werden. Russische MIGs nähern sich der US Grenze, sie müssen gestoppt werden.
Alle steigen in die Luft, geführt von Iceman, nur Maverick wird auf dem Stützpunkt zurückgehalten. Die Amerikaner tappen in eine Falle, die Russen scheinen ihnen absolut überlegen zu sein - jetzt wird auch Maverick in die Luft geschickt, um mit seinen Flugkünsten und waghalsigen Aktionen seine Kameraden zu retten und am Ende als wiedererstarkter Strahlemann zurückzukehren, sich von allen Seiten feiern zu lassen und Charlie’s Küsse abzuholen.
 
Kritik
 
 
Mit Top Gun schuf Regisseur Tony Scott  für Paramount Pictures den Blockbuster, nach dem viele Studios Mitte der 80er gesucht haben. Sein Film fackelt nicht lange herum, hebt schnell zu den beeindruckenden Luftaufnahmen ab, zwischendurch wird das Machoismus der Navy Piloten, angeführt von Cruise, Kilmer und Edwards, zur Freude des weiblichen Publikums präsentiert, auch eine kleine - aber wohl eher unnötige - Lovestory wird eingebaut, um alle Klischees zu erfüllen.
Am sich immer näher rückenden Ende des Kalten Krieges wird noch einmal ganz deutlich den Zuschauern vor Augen geführt, wie böse die Russen, in den schwarzen MIGs, doch sind - da ist es ja ganz klar, daß ein paar fesche Navy Burschen den bösen bösen Russen mal ordentlich eins verpassen müssen. Kaum eine Szene, wo man im Hintergrund nicht Stars and Stripes sieht oder blau, rot und weiß sieht - der übertriebene Patriotismus des Films wird schon nach wenigen Minuten lästig, aber etwas anderes hat man hier auch nicht erwarten dürfen.
Das bis dato beste Werbevideo der US Navy ließ die Kinokassen aber nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in der ganzen westlichen Hemisphäre läuten. Daß der Film in der Sowjetunion und im Ostblock nicht zugelassen wurde, ist wohl verständlich. Der Erfolg ließ, neben Paramount Pictures, die mit Top Gun einen der finanziell größten Erfolge der Filmgeschichte in den 80er Jahren feierten, hauptsächlich 3 Personen im Sonnenlicht erscheinen: Regisseur Tony Scott, der nach seinem letzten Film vor Top Gun mit dem Titel "The Hunger", von vielen Seiten Kritik einstecken mußte. Anthony Edwards (Emergency Room’s Dr. Green) konnte nach seiner ersten Hauptrolle in "Gotcha" einen erneuten Erfolg feiern. Edwards hätte sogar nach Meinung von etlichen Kritikern eine Oscar Nominierung als bester Nebendarsteller für seine Leistung als Goose verdient - er wurde jedoch von der Academy nicht berücksichtigt. Nach Top Gun wurde es auch stiller um Anthony Edwards, erst Mitte der 90er Jahre wurde man wieder auf ihn aufmerksam durch seine Rolle als Dr. Green in der Hit TV Serie "Emergency Room". Das größte Kapital aus Top Gun schlug wohl Tom Cruise, für den das Flieger Action Movie den Aufstieg zum absoluten Superstar in der Branche bedeutete und den Grundstein für seine Karriere als - zumindest von der finanziellen Seite her - erfolgreichsten Schauspieler Hollywoods legte.
Der Film polarisierte die Zuschauer in zwei Lager - die einen hätten am liebsten den Kinosaal wohl nach wenigen Minuten verlassen, die anderen konnten nicht genug bekommen von den selbstherrlichen Macho Typen auf der Leinwand. Auf der einen Seite wurde der übertriebene Patriotismus, die einseitige Weltanschauung des Films, das platte Drehbuch, die unverkennbare Werbewirkung für die US Navy kritisiert, auf der anderen Seite wurden die beeindruckenden Luftaufnahmen gelobt und die Zimmer vieler Teenie Mädchen wurden wohl mit Top Gun Posters geschmückt.
Conclusio: Top Gun bietet kurzweilige Unterhaltung mit viel Action und Oberflächlichkeit.


Top Gun
Everything under control

Wertung:
Redaktion: Redaktionswertung: 4/7
Leser: Durchschnittsleserwertung: 5.9333333333333

Schnellwertung:


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