Das Sequel zu
Planet der Affen I enttäuscht in der ersten Stunde durch die inhaltlich völlige Übereinstimmung mit dem vorhergehenden Teil. Anstatt Charlton Heston sehen wir eben James Franciscus herumirren und vor den Affen flüchten. Die Szenen sind nicht mehr ganz so langatmig wie im ersten Teil, haben aber immer noch eine gewisse zermürbende Wirkung und könnten ruhig gekürzt werden.
Auch die sozialkritische Komponente in diesem Film ist enttäuschend: Weil die pazifistischen Schimpansen die Armee mit Protestmärschen aufhalten will, werden sie in Käfige eingesperrt. Diese Parallele zu den Sechziger Jahren und ein impliziter Aufruf gegen die Atombombe sind die seltenen sozialkritischen Punkte, welche im gesamten Film auftauchen. Dabei stellt die Anbetung der Atombombe einen interessanten Gedanken dar: Gott ist nicht mehr unvorstellbar sondern manifestiert sich in der durchführbaren totalen Zerstörung. Und gleichzeitig wird damit abgelehnt, dass der Mensch für die vernichtende Wirkung verantwortlich ist. Die restlichen möglichen Ideen werden lediglich gestreift, so dass in diesem Film sonst kaum etwas Neues auftaucht.
Erst mit den Telepathen beginnt der Film eine wirkliche Spannung aufzubauen, wobei das Ende wieder so überraschend ist wie beim ersten Teil. Dennoch bringt Planet der Affen II nicht dieselbe inhaltliche Originalität wie Planet der Affen I und die nächsten Fortsetzungen an den Tag.
Doch die Idee mit den Telepathen, welche sich mittels Illusionen vor Eindringlingen schützen, ist ebenfalls nicht neu: Drehbuchautor
Paul Dehn 
hat eindeutig drei Jahre zuvor eine Folge von Raumschiff Enterprise gesehen, bei der Telepathen mittels Illusionen die Crew der Enterprise in Schach hielten. Doch entweder hat Regisseur
Ted Post 
nichts gemerkt oder er liebt ganz einfach Wiederholungen, denn Planet der Affen II ist im Gegensatz zu den restlichen Sequels ein typischer "Teil 2", bei der jede noch so alte Sensation noch einmal billig aufgewärmt wird. Denn 20th Century Fox begann, was die Firma in jeder weiteren Folge wiederholte: man kürzte das Budget. Leider schlägt dies sehr stark durch, denn die Affenmasken der Statisten, vor allem jene bei Ursus Ansprache, sind lächerlich schlecht und unglaubwürdig.
Der pessimistische Charlton Heston wollte wohl einem weiteren Abklatsch vorbeugen als er Richard Zanuck, 20th Century Fox´ Oberhaupt, das Ende vorschlug. Doch er rechnete nicht mit dem findigen
Dehn 
, welcher die Planet der Affen-Saga weiterspinnen und später mit besseren Geschichten aufwarten konnte, als er in Planet der Affen II bot.
Fazit: Den Film muss man gesehen haben, weil er einfach zur Planet der Affen-Saga gehört, und das Ende beeindruckt. Kennt man jedoch Planet der Affen I zur Genüge, kann man ruhig bis zur zweiten Hälfte vorspulen...