Nachdem in Planet der Affen II die Erde zerstört wurde und eine Fortsetzung unmöglich schien, gelang es Drehbuchautor Paul Dehn dennoch, eine spannende und faszinierende Folge von Planet der Affen zu konstruieren. Das Rezept: Man vergesse kurz, dass Taylors Raumschiff sank, die Affen kein Interesse an Technologie und Luftfahrt hatten und denke sich eine Reise zurück in der Zeit.
Das besondere an Planet der Affen III ist, dass die Folge als autonomer Film angesehen werden kann, welcher auch ohne Kenntnis der beiden vorhergehenden Folgen unterhaltsam ist. Normalerweise ist ein "Teil Drei" schlechter als die zweite Folge. Doch diesem Satz widerspricht Planet der Affen III. Denn irgendwie drehte Regisseur Don Taylor keine klassische Fortsetzung, sondern eigentlich entspricht das Sequel eher einem ersten Teil: Es ist ein Klassiker für sich, welcher mit den vorangegangenen Teilen nur wenige Gemeinsamkeiten hat.
Die Story ist ausgeklügelter als Planet der Affen II. Sie entspricht sozusagen einer Urform von James Camerons Terminator, wo der Staat (anstelle eines Supercomputers) die Geburt seines Feindes verhindern will. Doch diese Verschiedenheit von den bisherigen Folgen hat auch enttäuschendere Seiten: so wird auf einen tiefgründigeren Inhalt verzichtet. Die kurzlebige Popularität und eine kleine Rede zur Emanzipation sind die einzigen kleinen Anhaltspunkte, welche einen tieferen Sinn streifen. Was bleibt ist der typische Tenor der gesamten Planet der Affen Saga: Zira und Cornelius sind zwar die Helden, aber gleichzeitig sind sie die Bösewichter und logischerweise sind alle ihre Sympathisanten Verräter an der Menschheit. Dieses Thema des gleichzeitigen bösen Täters und unschuldigen Opfers wird in jedem Sequel verwendet. Man bemitleidet gerade jenen Charakter, welcher zur Zeit gequält wird, obwohl man weiß, dass dieser (bzw. dessen Spezies) früher dasselbe getan hat bzw. es später selbst tun wird.
Da in dieser Folge vor allem Kim Hunter und Roddy McDowall als Schimpansen im Vordergrund stehen, treten erst hier deren großartige schauspielerische Leistungen und die grandiosen Masken mit der Mimik so richtig hervor.
Was in Planet der Affen III zählt, ist die reine Unterhaltung und die Spannung. Unter diesem Aspekt gelang Taylor ein wundervoll beunruhigendes und spannendes Sequel mit einem Schluss, welcher der Planet der Affen Saga gerecht wird...
Fazit: Eine Sequel von Planet der Affen, welches unabhängig von den vorhergehenden gesehen werden kann sowie spannend und unterhaltsam ist. |