In wie fern die Handlung realistisch ist, spielt im Prinzip gar keine große Rolle, denn eines ist sie - rührend schön. Die Kritik am materialistischen Machtstreben kombiniert mit einer herzerweichenden Familiengeschichte - besser hätte man es nicht machen können. Besonders gefällt mir das Gedankenspiel: Wie hätte man selbst als "unschuldiges" Kind den Menschen gesehen, der man heute ist. Ein großer Dichter sagte einmal: "Nur wer immer ein bisschen Kind bleibt, wird wirklich erwachsen werden."
Doch zurück zum Film: Drehbuch, Regie, Schauplätze und Schauspieler - alles passt. Besonders die unauffällige Brillanz der Schauspieler hat mich beeindruckt. Ich wage sogar zu behaupten, dass dies die mit Abstand beste Leistung von Harrison Ford ist, die er jemals gezeigt hat. Aber auch die Nebendarsteller stehen ihm in nichts nach. Insgesamt ein wunderschöner Film, der jedoch wegen gewisser Klischees und dem für Hollywood typischen Ende nicht die Höchstwertung bekommen kann.
Worüber aber sonst kein Wort verloren wird, ist der Soundtrack, welcher von Hans Zimmer komponiert wurde (der spätestens seit Gladiator auch der breiten Masse ein Begriff sein sollte). Der gebürtige Frankfurter, und einer der besten Filmmusiker überhaupt, hat hier eindeutig eines seiner schönsten Werke abgeliefert. Auch wenn ich mir nur die Musik anhöre, kommen in mir die gleichen Gefühle auf, wie beim sehen des Films. Der Soundtrack kann fröhlich-optimistisch und nachdenklich zugleich wirken. Somit harmoniert er perfekt mit dem Film und hilft ihm die Gefühle und Stimmungen besser auszudrücken und auf den Zuschauer zu übertragen. Genauso, wie ein Soundtrack sein sollte. |