Für das Sequel
Hellraiser II übernahm
Tony Randel 
die Regie. Er hatte den Schnitt des ersten Teils besorgt und überließ
Clive Barker 
, Buchautor und Regisseur von Hellraiser I, die Rolle des Produzenten. Doch leider erleidet Hellraiser II ein Schicksal, das viele Fortsetzungen erleiden:Er ist eine grobe Wiederholung, welcher die Originalität des ersten Teils fehlt. Wohl deshalb beginnt der Film mit einer wahren Flut von Ausschnitten aus dem ersten Teil, welche unangenehm auffallen.
Leider besitzt der Film etliche Patzer. So sieht man zum Beispiel die Nebelmaschine bei der Szene mit dem Hilferuf in Kirstys Zimmer neben der Heizung stehen. Als die Zenobytes zum ersten Mal erscheinen, sieht man die Schnur, welche die Vorhänge wegzieht. Bei der Transformation von Dr. Channard trägt er nur manchmal seine Krawatte. Dass die fertig regenerierte Julia geschminkt und frisch frisiert aus den Bandagen entsteigt, ist bloß ein logischer Fehler und scheint daher auch kaum jemanden zu stören.
Bei der Schlussfassung schnitt Tony Randel noch eine Szene heraus, in welcher die Zenobytes in Arztkitteln im Institut zu sehen sind. Dies wird leider in keiner veröffentlichten Fassung gezeigt, doch eine kleine Szene davon findet sich im Trailer.
Christopher Young 
, der schon die Filmmusik zum ersten Teil schrieb, gelang durch Variation des Themas im zweiten Teil eine interessante Verbindung zwischen den beiden Teilen. Doch konzentriert sich die Musik im zweiten Teil viel mehr auf die Untermalung, als es bei Hellraiser I der Fall war. Dennoch wurde Hellraiser II von der Academy of Science Fiction, Horror and Fantasy mit dem Saturn Award für die beste Filmmusik ausgezeichnet. Von dieser Akademie wurde auch Claire Higgins für die beste weibliche Nebenrolle nominiert.
Die außerordentlichen guten Schauspielerischen Leistungen der Crew werden aber von Oliver Smith in den Schatten gestellt, der den Psychopathen auf der Matratze darstellt. Gleichzeitig spielt er nämlich Frank als hautloses Monster, als dass er bereits im ersten Teil brillierte, sowie einen Arzt der Klinik. Seine Stimme ist wohl genauso markant wie jene von Pinhead (Doug Bradley), welcher sich in Hellraiser II mehr zeigen darf als im ersten Teil.
Dafür legte das Tempo des Films gegenüber dem ersten Teil zu. In der zweiten Hälfte des Filmes kommt Schlag auf Schlag eine neue schockierende Szene. Dadurch wird er von vielen Fans als besser bewertet, denn diese wollen Kurzweil, Dramatik und eine schnelle Entwicklung.
Ob dies besser ist, als der Spannungsaufbau und die Entwicklung der Charaktere im ersten Teil ist Geschmackssache.
Persönlich finde ich den Spannungsaufbau nicht sehr gelungen, zumal sich Kirsty und Tiffany in einer Szene beinahe fünf Minuten lang gegenseitig beim Namen rufen. Dies animiert ungehobelte Zuschauer bloß zum Mitrufen, hat aber nichts mit Spannung mehr zu tun. Weiterhin ist diese "Schlag auf Schlag"-Taktik eher eine Aneinanderreihung von Szenen mit Spezialeffekten, die auch in einer anderen Reihenfolge gezeigt, denselben unsinnigen Plot wiedergegeben hätten.
Denn der ausgefeilte literarische Plot, der im ersten Teil zu begeistern vermochte, fehlt gänzlich. So sind auch die Charaktere sehr statisch so dass Randels Sequel den ersten Teil bloß in technischer Hinsicht übertrifft. Die einzig interessanten Szenen sind die, in denen die wahren Gesichter der Zenobytes gezeigt werden, wobei auch Pinheads Entstehung zu sehen ist.
Alles in allem enthält Hellraiser II dieselbe Art von Surrealismus wie der erste Teil, treibt ihn sogar noch weiter, was jedoch auf Kosten des Plots geschieht. Wem dies nichts ausmacht, wird von diesem B-Movie begeistert sein.