alexl am 12.05.10 16:39:
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| E-Mail | 68 von 141 fanden diese Leserkritik hilfreich.
Ein zeitloses Meisterwerk!
Gott sei Dank gibt es die öffentlich rechtlichen Sender, deshalb kann man in reglemäßigen Abständen solche Filmperlen irgendwo im Dritten geniessen.
So verhält es sich auch mit diesem Werk aus den 50er Jahren, wo Monster- absurde SciFi- und Katastrophenfilme Hochkonjunktur hatten. Freilich waren die technischen Möglichkeiten beschränkt, aber erzählerisch können viele Produktionen von damals mit den von heute problemlos konkurrieren. Die unglaubliche Geschichte des Mister C. ist eine davon.
Kulissenbauer und Tricktechniker konnten sich jedenfalls richtig austoben, wenn sie die Geschichte des Scott Carey erzählen, der dummerweise verstrahlt wird und von Stunde an schrumpft. Egal was er versucht, der Prozess ist unumkehrbar. Langsam aber sicher wird sein Leben zerstört, die Umwelt wird zum Feind und nach zahllosen Überlebenskämpfen im Keller seines Hauses, wo allerlei Getier ihm nach dem Leben trachtet, blendet die Geschichte einfach aus. Der immer weiter schrumpfende Mister C. wird in die Welt entlassen, als er durch das Kellerfenster ins Freie schlüpft und einer ungewissen Zukunft entgegen geht. Wie diese aussieht, kann sich der Zuschauer nach Gutdünken ausmalen....
Der Film ist eine schöne Parabel im Hinblick auf die Vergänglichkeit und unseren unausweichlichen Tod. Egal was wir tun, egal welche Technik wir besitzen, wie mächtig wir zu sein scheinen, nichts kann unser Dahinscheiden aufhalten. Parallel dazu bedient der Film natürlich auch das in den 50er sehr beliebte Angstmotiv Radioaktivität. Ein Thema, das nachwievor nichts an Brisanz verloren hat.
Auch wenn der Film etwas kurz geraten ist und natürlich schwarzweiß gedreht ist, zählt er mit Recht zu den Klassikern des SF-Films. Unbedingt anschauen!!
Wertung: 7 von 7
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